Arbeit & Karriere
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Der geheime Motor der Konsumwelt

Gestern war es mal wieder so weit. Eigentlich wollte ich für meine Unterrichtsvorbereitung eine Grafik aus einem Buch kopieren, um sie in ein Arbeitsblatt zu integrieren. Doch unser alter Scanner hat endgültig den Geist aufgegeben – trotz aller Rettungsversuche nur noch kryptische Fehlermeldungen oder wirre Farbstreifen.
Für ein modernes Elektrogerät ist er ziemlich alt geworden: über 10 Jahre! Hier kann man dem Hersteller keinen Vorwurf machen…

Die geplante Obsoleszenz fand jedoch auch bei diesem Produkt statt: Denn in den letzten Jahren konnte ich nur noch umständlich und mit Tricks scannen.
Der Grund: Für mein aktuelles Notebook (mit Windows 7!) gab es keine passenden Treiber-Updates mehr.
Auch eine Möglichkeit, den Verbraucher dazu zu zwingen, ein Neugerät anzuschaffen!

Welche Erfahrungen habt Ihr mit geplanter Obsoleszenz gemacht?

7 Kommentare

  1. Der Scanner wurde bei mir schon vor einigen Jahren vom Smartphone ersetzt. Mit ausreichend Licht funktioniert das erstaunlich gut.

    • Herr M21er

      Hallo Rob,

      das stimmt – ich habe auch schon oft Dokumente abfotografiert, wenn es schnell gehen soll. Meist mit wirklich brauchbaren Ergebnissen…

      Aber für die saubere und schnelle Erstellung von Arbeitsmaterial für die Schüler ist ein klassischer Flachbrettscanner immer noch die erste Wahl… also doch eine (berufsbedingte) Neuanschaffung fällig! Mal sehen, wie lange dieses Gerät halten wird… 😉

      Beste Grüße
      Herr M21er

  2. Rainer sagt

    Ich habe diese Erfahrung in der Vergangenheit mit dem Möbelhaus IKEA gemacht. Meine Kücke (Modell Faktum) habe ich vor einigen Jahren dort angefangen zu kaufen. Da ich genaue Vorstellung hatte, wie diese dann am Ende aussehen sollte, koffte ich immer wieder einen Regal oder Schrank dazu. Vor zwei Jahren stellte IKEA dann die Produktion ein und brachte eine Modellserie auf den Markt.
    Diese hat andere Abmessungen, Fronten usw. und passt damit nicht mehr zu meiner Küche.

    Das gleiche Prozedere zieht sich durch das gesamte Möbel-Programm. Ich versuche nun die gleichen Möbel in einem Raum unterzubringen, damit die optischen Unterschiede nicht so auffallen.
    Ansonsten versuche ich noche einzelne Gebraucht-Teile über das Internet zu bekommen.

    Liebe Grüße

    Rainer

  3. Hi Herr 21er,

    Kann sein, dass traditionelle Scanner für eine saubere Erstellung von Material immer noch nützlich sind. Ich schaffe mir trotzdem keinen mehr an. Und, mein letzter Scanner hat schon vor langer Zeit den Abflug gemacht. Seitdem „scanne“ ich alles über´s iPhone. Wenn es ordentlich werden soll, dann ziehe ich anschliessend das Foto in Photoshop. Dort bekommt es dann seinen letzten Schliff. Mit den Ergebnissen war ich bisher immer zufrieden.

    Lg,
    Mike

  4. Das Problem kenne ich.
    Mein Canon Drucker mit Scanner meldete plötzlich den Fehlercode 200.
    Nach einiger Suche im Netz wurde fast immer dazu geraten ein neues Gerät zu kaufen.
    Ich habe es dann mir einer gründlichen Reinigung probiert, was aber nicht ausreichte.
    Dann ersetzte ich den ganzen Druckkopf und alles lief wieder. Gekostet hat es mich 80€ und alle meine Freunde halten mich für verrückt soviel Geld für ein Ersatzteil auszugeben.
    Ich möchte damit aber ein Zeichen gegen unsere Wegwerfkultur setzten.

    Du kannst auf deinen Laptop einfach Windows 10 installieren, das könnte dein Treiberproblem lösen ohne neuen Scanner.

  5. stefanie sagt

    Hallo, ich habe auch einen alten, aber noch funktionstüchtigen Scanner und zum Glück einen technisch versierten Ehemann. Ich habe nämlich auch keine aktuellen Treiber mehr gefunden und habe jetzt eine sogenannte virtuelle Maschiene auf dem PC, die ein altes Windows simuliert. Klappt super und ist vielleicht auch eine Lösung für Dich?

  6. Hallo ihr beiden M21er. 🙂

    Vielen Dank erstmal für eure vielen tollen Beiträge. Ich komme immer wieder gerne bei euch vorbei, um mich wieder zu inspirieren und aufs Wesentliche zu besinnen.

    Nun zum Thema „Motor der Konsumwelt“: ich habe diesbezüglich leider auch schon jede Menge schlechte Erfahrungen gemacht. Sei es der Drucker, wie ihr beschrieben habt (Hut ab, wie lange euer Teil funktioniert hat – das muss man erstmal wuppen) oder der jüngste „Verlust“ eines Samsung Smartphones.

    Dachte ich bei der anfänglichen Investition doch noch daran eine Investition in die Zukunft zu tätigen (neuestes Modell, Kamera/Notizbuch und Produktivitätstool in einem), war ich doch sehr gefrustet, als es dann kurz nach Ablauf der geplanten 2-Jahres-Obsoleszenz doch das Teil erwischt hat.

    Gefrustet, obwohl mir bewusst ist, dass die geplante Obsoleszenz allgegenwärtig ist. Obwohl man weiß, dass das Gerät irgendwann auf den Friedhof der einsamen Technik-Seelen muss.

    Wie dem auch sei, ich möchte damit eigentlich nur unterstreichen, dass man immer und alles versuchen sollte, um seine Gerätschaften zu pflegen und bewusst zu nutzen. Recycling bzw. Reparaturen und kleine Tricks zu nutzen, um die Haltbarkeit in die Länge zu ziehen.

    In diesem Sinne wünsch ich euch noch einen schönen Samstag-Abend. Macht bitte weiter so fleißig auf eurem Weg weiter, wie bisher.

    Liebste Grüße,
    Timo von simplify-yourself.com

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