Jahr: 2017

Müllfreie Tage: Menstruationskappe von Lunette

10.000 bis 12.000 Tampons und Binden verbraucht eine Frau durchschnittlich im Laufe ihres Lebens. Andere Hochrechnungen kommen sogar auf einen stattlichen Wert von 17.000: Von Minimalismus und Monatshygiene kann an dieser Stelle folglich keine Rede sein, oder doch? Alle Tage wieder Die weibliche Menstruation läuft naturgemäß zwölf Mal pro Jahr ab. Für Umwelt und Geldbeutel eine deutliche Belastung. So schreibt etwa das Onlineportal Frauenzimmer.de unter Verweis auf die amerikanische Huffington Post, dass wir bis zur Menopause etwa 16.000 Euro rund um die Regelblutung ausgeben. Alle Tage wieder also jede Menge Money und Müll? Nicht nur, wie die Nachhaltigkeits-Experten von Utopia betonen. Auch schadstoffbelastete Produkte kommen beim Thema zum Tragen, mitunter mit deutlichen Auswirkungen auf ihre Anwenderinnen. Die Geschichte der Menstruation ist ein zyklisches Wechselspiel Den Dingen alternativ einfach ihren Lauf zu lassen, ist dabei allerdings nicht nach jedermanns Geschmack. Oder schlichtweg unmöglich. Aus Gründen. Aus historischer Sicht ist die Periode oder Menarche stets unterschiedlichen kulturellen Einflüssen und Zyklen unterworfen gewesen. Aberglauben, strenge Rituale und Gebote kamen und gingen mit dem Einsatz diverser hygienischer Hilfsmittel ebenso …

SirPlus: Crowdfunding für Food-Outlet

11 Millionen Tonnen Lebensmittel landen allein in Deutschland pro Jahr in der Mülltone. Ihr Wert: ca. 25 Milliarden Euro. Minimalistisch ist das nicht. Nach Angaben der Verbraucherzentrale müssten für ihren Transport 440.000 Sattelschlepper beladen werden. Würde man die Fahrzeuge hintereinander stellen, ergäbe dies eine Strecke von Oslo nach Lissabon. Und zurück. Zur massiven Verschwendung tragen sowohl Konsumenten als auch Produzenten bei. Lebensmittelindustrie revolutionieren, Nahrungsmittelretten normalisieren Raphael Fellmer möchte das ändern. Der Mitgründer von foodsharing.de plant in Berlin ein „Food-Outlet“ zu eröffnen. Die Mission: Lebensmittel, die abgelaufen sind oder nicht der „Norm“ (zu klein, zu krumm, zu irgendetwas) entsprechen, sollen hier mit einem Rabatt von bis zu 70 Prozent in den Handel zurückgeführt werden; Lieferservice inklusive. 20 Prozent der geretteten Lebensmittel will man an soziale Projekte spenden und entsprechend verteilen. Name der Einrichtung: SirPlus. Das Konzept haben Fellmer und seine beiden Mitstreiter – Umweltingenieur Martin Schott und Digital-Unternehmer Alexander Piutti – in mehrmonatiger Kooperation mit führenden Großhändlern und Lebensmittel-Logistikern entwickelt. Doch damit nicht genug. „Im zweiten Schritt wird SirPlus einen digitalen Marktplatz aufbauen, um Angebot und …

Unzertrennlich: Minimalismus und Konsum

Zwischen Minimalismus und Konsum besteht nicht zwingend ein Widerspruch. Menschliche Grundbedürfnisse (sogenannte „Needs“) lassen sich ohne Folgen kaum vollständig reduzieren oder wegrationalisieren. Im Gegenteil. Wer nichts zu sich nimmt, wird irgendwann verdursten, verhungern, erfrieren etc. Dass Konsum in seinen zahlreichen Facetten zudem Spaß machen kann und darf, steht nochmal auf einem ganz anderen Blatt. Auch für Minimalisten. Wie ein Blick ins Etymologische Wörterbuch zeigt, ist der Begriff „konsumieren“ übrigens schon seit dem 17. Jahrhundert im Gebrauch. Er wurde entlehnt aus dem lateinischen cōnsūmere und beinhaltet zu sich nehmen bzw. nehmen ebenso wie kaufen. Quasi zwei Seiten einer Medaille, die in den meisten Fällen aber unmittelbar zusammenhängen. Viel wichtiger ist jedoch: Konsumieren bzw. Kaufen bedeutet Macht. Warum das so ist? Das erklärt Schauspieler, Autor und Umweltaktivist Hannes Jaenicke. Dein Kaufverhalten entscheidet Als Verbraucher und Konsument treffen wir also fortwährend unzählige Entscheidungen. Mit jedem Euro, den wir ausgeben, geben wir zugleich eine Stimme ab. Für ein Mehr oder Weniger an Qualität und Langlebigkeit, für eine Marke und eine Firma, für Fast Fashion und den Preis der Mode, …