Jahr: 2017

Nachlese: Less is more (Francine Jay)

Francine Jay ist „Miss Minimalist“ und bloggt seit 2009 über nachhaltigen Konsum und einen minimalistischen Lebensstil. Ihr gleichnamiger Blog gehört zu den ersten, die ich selbst regelmäßig zum Thema gelesen habe. Besonders ihre Kategorie „Real Life Minimalists“ und die Geschichten, wie Menschen zu Minimalisten geworden sind, inspirieren mich bis heute immer wieder aufs Neue. Mit The joy of less. A minimalist living guide hat die Autorin bereits 2009 im englischsprachigen Raum ein Standwerk zum Decluttern, Organisieren und Vereinfachen des Lebens geschrieben, das zu einer meiner ersten Ausmist-Lektüren zählt. Im Herbst 2016 erschien die deutsche Übersetzung unter dem Titel Less is more. Von der Freude des Weglassens beim Mosaik Verlag. Herr der Dinge werden Wer jetzt einen Vergleich zwischen Original und Übersetzung erwartet, den muss ich jedoch leider an dieser Stelle enttäuschen. Mein Plan war es, mich Less is more im Deutschen noch einmal vollkommen unbefangen zu nähern. Also wie zu Beginn meines eigenen Weges mit Weniger zum Mehr. Dass sich mein persönlicher Blick auf die Thematik in den vergangenen Jahren gewandelt hat, wurde mir allerdings …

Gewinnspiel: Ausmist-Challenge mit Haushaltsfee

Claudia ist eine Fee. Eine interaktive Fee. Ihr Reich umfasst alle gängigen Social-Media-Kanäle. Ihr Versprechen ist beinahe magisch: Hausarbeit mit Leichtigkeit. Zusammen mit ihrem Mann Karsten hat die Familienunternehmerin im März 2014 die Webseite Haushaltsfee.org gelauncht. Dort gibt das Organisationstalent unter anderem ihr gesammeltes Wissen rund um Haushalt, Garten und Home Office in Form von (kostenpflichtigen) E-Mail-Kursen, E-Books sowie Checklisten weiter. Die Listen strukturieren gleichermaßen ihren eigenen Alltag, sagt die digitale Nomadin, die mit ihrer Familie nach Kanada ausgewandert ist: „Das „Abhaken“ ist für mich Erfolgserlebnis und Motivation zugleich.“ Davon sollen künftig auch andere Menschen profitieren. Claudias jüngste Idee: Eine Ausmist-Challenge mit Gleichgesinnten, die im „Kram ersticken“ und sich externe Unterstützung wünschen. Wie die gebürtige Deutsche selbst zu einem Leben mit weniger Ballast gefunden hat und warum Ausmisten in Gruppen ein positiver Wettbewerb sein kann, hat sie Minimalismus21 im Interview erzählt. Wer sind die Menschen hinter Haushaltsfee? Herzlichen Dank erst mal für die Einladung zum Interview. Hinter Haushaltsfee stecken mein Mann Karsten und ich. Ein kleines Familienunternehmen also. Seit über fünfzehn Jahren arbeiten wir schon …

Digitale Abhängigkeiten minimieren

Der Batteriestand meines Mobiltelefons ist niedrig. Nervös werfe ich einen Blick auf das Display. Ist das schon ein erstes Anzeichen von Sucht? Mir geht es aktuell oft so. Aus Gründen. Zum einen nutze ich mein Smartphone häufig und gerne. Zum anderen gibt der Akku meines Geräts in letzter Zeit bereits nach wenigen Stunden erbarmungslos den Geist auf. Wenn ich mal wieder auf das erloschene Display blicken muss, könnte ich richtig wütend werden. So sehr hänge ich an den bunten Icons, dem Reigen verheißungsvoller Verlockungen. Natürlich kann man sich den Social-Media-Kanälen als Blogger nicht entziehen, vor allem, wenn man „en vogue“ bleiben möchte. Eine willkommene Ausrede also? Mit Blick auf das schwarze, funktionslose Ding in meiner Hand letztlich ohne Bedeutung: Ich bin gezwungenermaßen offline. Digitales Leben in der Vergeudungsökonomie Wurde ich mal wieder das Opfer von geplanter Obsoleszenz? Ja und nein. Fast fünf Jahre intensive Nutzungsdauer ist heute vor allem bei mobilen Endgeräten nicht mehr eingeplant. Da auf meinem alten iPhone 4s trotzdem noch IOS 9 sowie die meisten Apps (mitunter etwas ruckelig) funktionieren, kann ich …