Alle Artikel in: Essen & Trinken

Less Waste: Grüne Lesertipps für Einsteiger

Minimalisten sind Gewohnheitstiere. Nachdem sie sich für ein reduziertes, entrümpeltes, vereinfachtes und nachhaltigeres Lebensmodell entschieden haben, tragen sie standardmäßig Jutebeutel und Mehrwegbehälter bei sich. Reflexhaft verweigern sie Plastiktüten, lehnen Give-aways ab und recyceln voller Selbstverständlichkeit wertvolle Rohstoffe. Klingt nach Klischee? Gewohnheiten und Komfortzone den Rücken kehren Tatsächlich geht es mir um die Botschaft dahinter: Wir alle sind Kinder unserer Zeit, unserer Erfahrungen, Erziehung, Sozialisation, unseres kulturellen und wirtschaftlichen Umfelds und sicherlich noch viel mehr. Aus dieser Gemengelage entstehen persönliche Gewohnheiten, haben sich bestimmte Reaktionsmuster als treue und zuverlässige Begleiter herausgebildet, von denen wir oftmals nicht lassen können oder wollen. Ist ja auch kuschelig in der Komfortzone, egal, ob es um Verhaltens-, Denkweisen oder schlichtweg um Gefühle geht. Wer den Begriff „Gewohnheiten“ bei Google eingibt, erhält als Ergänzung sofort den Zusatz „ändern wie lange“ vorgeschlagen. Das kommt nicht von ungefähr. Allein kalendarisch betrachtet gibt es unzählige willkommene Anlässe, unsere täglichen Doings einem Reset zu unterziehen bzw. zu „optimieren“. Frei nach dem Motto: Der nächste Jahreswechsel steht schon vor der Tür. Der nächste runde Geburtstag ebenfalls. Wer …

SirPlus: Crowdfunding für Food-Outlet

11 Millionen Tonnen Lebensmittel landen allein in Deutschland pro Jahr in der Mülltone. Ihr Wert: ca. 25 Milliarden Euro. Minimalistisch ist das nicht. Nach Angaben der Verbraucherzentrale müssten für ihren Transport 440.000 Sattelschlepper beladen werden. Würde man die Fahrzeuge hintereinander stellen, ergäbe dies eine Strecke von Oslo nach Lissabon. Und zurück. Zur massiven Verschwendung tragen sowohl Konsumenten als auch Produzenten bei. Lebensmittelindustrie revolutionieren, Nahrungsmittelretten normalisieren Raphael Fellmer möchte das ändern. Der Mitgründer von foodsharing.de plant in Berlin ein „Food-Outlet“ zu eröffnen. Die Mission: Lebensmittel, die abgelaufen sind oder nicht der „Norm“ (zu klein, zu krumm, zu irgendetwas) entsprechen, sollen hier mit einem Rabatt von bis zu 70 Prozent in den Handel zurückgeführt werden; Lieferservice inklusive. 20 Prozent der geretteten Lebensmittel will man an soziale Projekte spenden und entsprechend verteilen. Name der Einrichtung: SirPlus. Das Konzept haben Fellmer und seine beiden Mitstreiter – Umweltingenieur Martin Schott und Digital-Unternehmer Alexander Piutti – in mehrmonatiger Kooperation mit führenden Großhändlern und Lebensmittel-Logistikern entwickelt. Doch damit nicht genug. „Im zweiten Schritt wird SirPlus einen digitalen Marktplatz aufbauen, um Angebot und …

#MoreMoments 4: Herr Grün kocht

„Manfred Zimmer ist Texter, Konzeptioner und Berater für Marken, den Mittelstand und Start-ups. Seine große Leidenschaft aber gehört dem Kochen. Seit zwei Jahren ist er der Assistent und Autor des mittlerweile schon legendären Herrn Grün, der im Juli 2013 mit seinem vegetarischen und veganen Blog „Herr Grün kocht“ online ging.“ So steht es auf der ausgezeichneten Webseite geschrieben, die sich nicht nur unter Vegetariern und Veganern schnell einen Namen gemacht hat. Auch die Presse verfiel dem kulinarischen Digital-Neuling  schon kurz nach dem Launch der Seite mit Laib – pardon – Leib und Seele. Wir finden zu Recht. Und haben uns mit dem kreativen Kopf hinter Herrn Grün über Essensfantasien, Slow Food und menschliche Grundbedürfnisse unterhalten. Lieber Herr Grün, lieber Manfred, seit 20 Jahren arbeitest Du als Freelancer Text und Konzeption: Wie, wann und warum bist Du auf die Idee gekommen, diese Tätigkeiten mit dem Kochen, Bloggen sowie mit der Figur von „Herr Grün“ zu verbinden? Schon als Kind habe ich gerne gekocht, mir Geschichten ausgedacht und sie aufgeschrieben. Das hat mich ein Leben lang begleitet – mal …