Alle Artikel mit dem Schlagwort: Aufräumen

Minimalismus im Kinderzimmer

Ist ein minimalistisch gestaltetes Umfeld gut für die kindliche Entwicklung? Unterstützt es Kinder gar positiv? Und inwiefern ist minimalistische Ordnung und ein Weniger an Spielzeug im Kinderzimmer wichtig für ein Kind? Jeder Fortschritt eines Kindes ist stets in die gesamte Entwicklung eingebettet und geschieht durch die aktive Auseinandersetzung mit seiner Umwelt. Das Erlernen der Sprache beispielsweise steht immer im Kontext mit dem Umfeld, in dem sich das Kind aufhält. Und genau bei diesem Umfeld setzt der Minimalismus wunderbar an. Um zu beurteilen, ob Minimalismus ein angemessener Lebensstil für ein Kleinkind ist (also für Kinder von einem bis etwa fünf Jahren) und wie viel Spielzeug ein Kind haben sollte, hilft es zu wissen, wie kindliches Lernen funktioniert. Wie Kinder lernen Menschen lernen immer gleich. Lernen läuft immer nach einem bestimmten Muster ab, das bedingt ist durch die Reifung und das Wachstum des Menschen. Lernen läuft immer nach denselben Mustern ab, auch wenn jedes Kind und jede Familie immer ein bisschen anders ist. Bücher wie „Oje, ich wachse“ oder „Das gewünschteste Wunschkind“ sind deshalb super erfolgreich, weil …

Mehr Unordnung für Ordnung

Für mich ist beim Einrichten und Gestalten weniger eindeutig mehr. Ein buntes Sammelsurium herumstehender Dinge? Mein absoluter Albtraum. Viel lieber platziere ich bewusst ausgesuchte Deko-Gegenstände auf den Oberflächen meiner Möbel. So fühle ich mich wohl, habe schöne Blickpunkte und eine pflegeleichte Einrichtung. Sich selbst dafür zu entscheiden, ausschließlich ausgesuchte Dinge ins Haus zu holen, funktioniert wunderbar einfach. Bedeutend schwieriger wird es, mit all den Sachen, die tagtäglich von anderen an einen herangetragen werden, umzugehen. Familie, Freunde, Bekannte: Alle, die mich kennen, wissen beispielsweise von meinem Faible für gut gebaute Wohngegenstände. Deshalb werde ich regelmäßig mit Deko überrascht – in welcher Form und Farbe auch immer; bekomme ungefragt Vasen, Sammelfiguren, Blumentöpfe, Deko-Teller etc. Früher brachte mich das regelmäßig in eine moralische Zwickmühle: Einerseits freute es mich natürlich, wenn jemand an mich und meine Interessen dachte. Andererseits nervte es mit der Zeit immer heftiger, wenn ich ungefragt mit Dingen zwangsbeglückt wurde, für die ich mich niemals freiwillig entschieden hätte. Was soll ich mit all dem Zeug? Lange Zeit habe ich für jedes erhaltene Deko-Stück in Regalfächern, auf …

Nachlese: Das kann weg! (Rita Pohle)

Eines der ersten Bücher, das ich zum Thema Ausmisten bzw. Entrümpeln mit Begeisterung gelesen habe, stammt von Rita Pohle. Titel: „Weg damit! Die Seele befreien. In sieben Wochen das Leben entrümpeln“. Diese Lektüre ist mindestens fünf Jahre her. Jetzt hat die promovierte Philosophin einen neuen Ratgeber auf den Markt gebracht. Das kann weg! (Kösel, 9,99 Euro) bietet eine komprimierte Zusammenfassung für alle, die sich von unnötigem Ballast befreien sowie kurz und bündig über die Schwerpunkte Loslassen, aufräumen und Freiräume schaffen informieren möchten. Ordnung liegt im Auge des Betrachters Auf rund 40 Seiten führt die ausgebildete Systemische Therapeutin ihre Leser im Schnelldurchlauf an sämtlichen Brandherden menschlicher Sammelei vorbei. Ihr Plädoyer: „Weg mit allem, was Sie belastet!“ Denn nach Pohle schafft Entrümpeln Platz für Neues, Freiraum für Veränderung sowie die Möglichkeit, sich über bestimmte Situationen Klarheit zu verschaffen. Um diese Prozesse zu unterstützen, arbeitet sie inhaltlich bzw. konzeptionell verstärkt mit Fragen. Sammler und Horter sollen sich bewusst werden, wie sich ihr persönlicher Umgang mit den Dingen gestaltet, wie sie Ballast definieren, welche Gegenstände ihnen wirklich etwas bedeuten …