Alle Artikel mit dem Schlagwort: secondhand

München Secondhand: Pick & Weight

Secondhand spielt in meinem Verständnis von Minimalismus eine große Rolle. Meine persönliche Meinung ist: Im Grunde wurde (fast) alles schon produziert, was wir brauchen oder wollen. Allein im Textilbereich werden in Deutschland pro Jahr schätzungsweise über eine Million Tonnen aussortiert, die aber keineswegs für die Tonne sind. Eine unvorstellbare Menge, die zudem durch einen immensen Energie- und Ressourcenverbrauch bei der Herstellung ins Gewicht fällt. In Zahlen liest sich das nach Angaben des bvse-Fachverbands Sonderabfallwirtschaft dann beispielsweise so: „Die Wiederverwendung von Altkleidern spart im Vergleich zur Produktion von neuer Kleidung Ressourcen ein. Der Anbau von Baumwolle als Rohstoff für die Textilindustrie ist sehr wasserintensiv. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts beläuft sich der Wasserbedarf von einer Tonne Rohbaumwolle auf durchschnittlich rund 3.600 Kubikmeter. […] Eine Studie aus Großbritannien hat außerdem gezeigt, dass durch den Wiedereinsatz eines T-Shirts drei Kilogramm CO2 eingespart werden können.“ Weniger Neu, mehr Gebraucht Und dieser Wiedereinsatz spiegelt sich bereits seit längerer Zeit in meiner Garderobe wider. Egal, welche Outfit-Kombination ich wähle: Fast immer ist mindestens ein Teil aus zweiter Hand dabei. Tendenz steigend. …

Augenkonsum und Stuff in San Francisco

San Francisco ist bunt. Und vielfältig. Alternativ sowieso. Entspannt und gechillt ohnehin. An jeder Ecke gibt es etwas Interessantes zu sehen – egal, ob Mensch oder Schaufenster. Diese Stadt überzeugt durch eine Menge Augenfutter und ist daher perfekt für Minimalisten geeignet. Gucken kostet schließlich nichts. Sozuagen Konsumporn ohne Kaufen bzw. Neuanschaffung. Ach ja, Leo Babauta von Zen Habits lebt hier auch. Mit Frau und sechs Kindern. Noch ein Argument mehr für einen Tripp in die Stadt. Live A Meaningful Life Nachdem wir uns gestern in unserem minimalistisch designten Hotelzimmer endlich Minimalism. A Documentary About The Important Things auf dem Laptop angesehen haben, stehen ein paar Bücher auf meiner To-read-Liste, u.a. Minimalism. Live A Meaningful Life von The Minimalists. Bei Dog Eared Books Castro war dieser Titel leider nicht erhältlich. Dafür jede Menge anderer gebrauchter Schmöker und Remittenden. Was dazu geführt hat, dass es nicht beim Augenkonsum geblieben ist. Der Verkäufer hat uns auf Nachfrage zu den Kategorien Minimalism und Simple Living sofort enthusiastisch ein paar Titel empfohlen. Er selbst habe nämlich einen Veränderungsprozess durchlaufen, sei …

Verkauf und Verköstigung: Secondhandcafé Latei

Manchmal träume ich davon, ein Café zu eröffnen. Die Einrichtung würde ich mit Fundstücken aus Gebrauchtwarenhäusern und Schätzen von Flohmärkten zusammenstellen: Altes Geschirr aus Großmutters Fundus, Küchenequipment der 70er Jahre umrahmt von orangen und roten Designklassikern dieser Zeit. In einer Ecke stünde meine Plattensammlung, auf die ich – Minimalismus hin oder her – nicht verzichten möchte; denn Sammler und Minimalist zu sein ist für mich kein Widerspruch. In einer anderen Ecke hätte ich ein Bücherregal aufgebaut, aus dem sich meine Gäste zum Schmökern bedienen könnten. Interessante Lektüre gibt es dafür schließlich genug… Eine Geschäftsidee auf Basis von altem Plunder. Wem dieser Gedanke gefällt, dem empfehle ich einen Besuch im Latei, einem oder vielleicht sogar dem Secondhandcafé in Amsterdam. Die Einrichtung aus den 60er und 70er Jahren ist käuflich – ein kluges Konzept, mit dem sich gleichzeitig überflüssiger Besitz loswerden lässt. Doch das Latei hat noch mehr zu bieten, z.B. leckere Karottensuppe mit Ingwer und als Nachtisch einen hausgemachten Apfelkuchen. Freundliche Bedienungen, guter Service und ein bunt gemischtes, relaxtes Publikum sorgen zwischen alten Telefonen, Spiegeln, Lampen und …