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#MoreMoments 13: Herr August und Kollegen

Als ich aufgewachsen bin, war Ehrenamt in meinem Elternhaus kein sperriger Begriff, sondern etwas, das gelebt wurde. Mein Vater engagiert sich seit Jahrzehnten beim örtlichen Gartenbauverein, während meine Mutter zusammen mit einer Freundin im benachbarten Kindergarten eine Bücherei gegründet hat. Zwar bin ich selbst schon seit Ewigkeiten Mitglied in selbigem Gartenbauverein und in den Semesterferien habe ich immer gern in der Kindergartenbücherei ausgeholfen, doch seit ich von Zuhause ausgezogen bin, war das Ehrenamt nichts mehr, über das ich mir Gedanken gemacht habe. Bis zum Winter 2016 – da fragte mich mein Gitarrenlehrer, ob ich Lust hätte, bei einem Projekt mitzuwirken. Er sei durch Zufall dazugekommen und da ich so gern sänge, sei es vielleicht genau das Richtige für mich. Eine Handvoll Musiker habe sich zusammengetan und trete mit Volksliedern und Evergreens in Altenheimen auf. Das klang interessant, zudem passte das Timing gut: Bis kurz zuvor hatte ich in einem Gospelchor gesungen, doch als sich die Probezeiten änderten, konnte ich nicht mehr teilnehmen. Mein Gitarrenlehrer nannte mir einen Kontakt und wenig später, im Januar 2017, trat …

#MoreMoments 11: Handlettering. Kunstvolle Entschleunigung

Du hast aber eine schöne Schrift! Nein, habe ich nicht. Meine Handschrift ist zwar leserlich, zumindest wenn ich mir Mühe gebe, aber nicht sonderlich hübsch. Funktional, doch ohne große Schnörkel oder herzförmige i-Pünktchen. Beim Handlettering hingegen genieße ich es, ein abwechslungsreiches Buffet an Buchstaben aufzufahren. Handlettering, das lässt sich am ehesten als Buchstabenmalerei beschreiben. Ende 2015 stieß ich auf dieses kreative Hobby und wurde schnell in den Bann der Buchstaben gezogen. Ich probierte etliche Papiersorten, Stifte und Techniken aus, feilte stetig an meinem Können und Stil. Durch das Handlettering entdeckte ich die unglaublich inspirierende Welt von Instagram, und welch wunderbarer Austausch dort unter den Lettering-Liebhabern herrscht. Es macht Spaß, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen, Feedback zu erhalten und zu geben, sich gegenseitig zu inspirieren und anzuspornen. Durch sogenannte monatliche Challenges bleibt man regelmäßig am Ball bzw. Stift und erfreut sich gemeinsam mit einer großen Community an der Buchstabenmalerei. Seit Anfang 2016 lade ich unter meinem Pseudonym fraulyoner regelmäßig meine Letterings hoch. Doch wer nun glaubt, beim Handlettering stehe das Ergebnis im Vordergrund, irrt. Es geht …

#MoreMoments 10: Meine Ernte

Meditativer Ausgleich zum Büro, Bewegung an der frischen Luft, sich erden und ernten, was man säht: Ein Stück Acker kann zum grünen Paradies mitten in der großen Stadt werden, wie uns Lili schon im Sommer 2017 erzählt hat. Auf 45 oder 90 qm lässt sich der Traum vom regionalen Eigenanbau an mitlerweile 26 Standorten deutschlandweit für jedermann verwirklichen. Gemeinsam mit landwirtschaftlichen Betrieben bietet meine ernte Gemüsegärten zum Mieten an, darunter in Berlin, Dresden, Hamburg und Stuttgart. Für das „Experiment Selbstversorgung“ benötigen Slow-Food-Freunde, Natur- und Gartenliebhaber  nicht einmal den sprichwörtlichen  „Grünen Daumen“. Denn ein Landwirt vor Ort pflanzt bereits mehr als 20 Gemüsearten professionell vor, eine Grundausstattung an Geräten wird gestellt. Die Erntezeit liegt saisonal zwischen Mai und November. Als Studentinnen konnten Natalie und Wanda davon allerdings nur träumen. Denn zu diesem Zeitraum stand „oft ein Fertiggericht oder Fast Food auf dem Speiseplan“, wie sie selbst sagen. Auf Minimalismus21 erzählen die beiden Gründerinnen und Gesichter hinter meine ernte, wie sie Bürostühle gegen Gemüsegärten tauschten und warum das Glück der Erde in eben jener selbst liegt. Was …