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#MoreMoments 14: Brückenteilzeit mit Anfang 30

Teilzeit, Du, warum? Warum ich mich mit 31 für einen Tag weniger Arbeit entschieden habe. Bist du krank? Bist du schwanger? Mit 31 Jahren auf eine 4-Tage-Woche zu reduzieren, stößt in meinem Umfeld erst einmal auf Unverständnis. Dabei ist die Antwort so einfach: Weil ich es kann und weil es Bock macht. Ich meine: Einen Tag mehr frei haben für den ganzen Krempel, für den man sonst nie Zeit hat, der sich auf der To-do-Liste ansammelt und einem ein schlechtes Gewissen macht (sowas wie den Kühlschrank putzen oder den Keller aufräumen oder, das totale Klischee, die Steuererklärung) und dann am Wochenende frei für all die Abenteuer, die das Leben für einen bereit hält. So einfach ist das. Ich bin nicht krank, ich bin nicht faul, aber ich erwarte mehr vom Leben als eine 40-Stunden-Woche. Zugegeben, ein bisschen gestresst war ich schon nach sechs Jahren in einem anspruchsvollen Job mit hohen Erwartungen, viel Arbeit und einigen Überstunden. Und lange habe ich von einem Sabbatical geträumt. Mal ein Jahr raus aus allem, programmieren lernen, Surflehrer werden. Zwei …

#MoreMoments 13: Herr August und Kollegen

Als ich aufgewachsen bin, war Ehrenamt in meinem Elternhaus kein sperriger Begriff, sondern etwas, das gelebt wurde. Mein Vater engagiert sich seit Jahrzehnten beim örtlichen Gartenbauverein, während meine Mutter zusammen mit einer Freundin im benachbarten Kindergarten eine Bücherei gegründet hat. Zwar bin ich selbst schon seit Ewigkeiten Mitglied in selbigem Gartenbauverein und in den Semesterferien habe ich immer gern in der Kindergartenbücherei ausgeholfen, doch seit ich von Zuhause ausgezogen bin, war das Ehrenamt nichts mehr, über das ich mir Gedanken gemacht habe. Bis zum Winter 2016 – da fragte mich mein Gitarrenlehrer, ob ich Lust hätte, bei einem Projekt mitzuwirken. Er sei durch Zufall dazugekommen und da ich so gern sänge, sei es vielleicht genau das Richtige für mich. Eine Handvoll Musiker habe sich zusammengetan und trete mit Volksliedern und Evergreens in Altenheimen auf. Das klang interessant, zudem passte das Timing gut: Bis kurz zuvor hatte ich in einem Gospelchor gesungen, doch als sich die Probezeiten änderten, konnte ich nicht mehr teilnehmen. Mein Gitarrenlehrer nannte mir einen Kontakt und wenig später, im Januar 2017, trat …

#MoreMoments 11: Handlettering. Kunstvolle Entschleunigung

Du hast aber eine schöne Schrift! Nein, habe ich nicht. Meine Handschrift ist zwar leserlich, zumindest wenn ich mir Mühe gebe, aber nicht sonderlich hübsch. Funktional, doch ohne große Schnörkel oder herzförmige i-Pünktchen. Beim Handlettering hingegen genieße ich es, ein abwechslungsreiches Buffet an Buchstaben aufzufahren. Handlettering, das lässt sich am ehesten als Buchstabenmalerei beschreiben. Ende 2015 stieß ich auf dieses kreative Hobby und wurde schnell in den Bann der Buchstaben gezogen. Ich probierte etliche Papiersorten, Stifte und Techniken aus, feilte stetig an meinem Können und Stil. Durch das Handlettering entdeckte ich die unglaublich inspirierende Welt von Instagram, und welch wunderbarer Austausch dort unter den Lettering-Liebhabern herrscht. Es macht Spaß, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen, Feedback zu erhalten und zu geben, sich gegenseitig zu inspirieren und anzuspornen. Durch sogenannte monatliche Challenges bleibt man regelmäßig am Ball bzw. Stift und erfreut sich gemeinsam mit einer großen Community an der Buchstabenmalerei. Seit Anfang 2016 lade ich unter meinem Pseudonym fraulyoner regelmäßig meine Letterings hoch. Doch wer nun glaubt, beim Handlettering stehe das Ergebnis im Vordergrund, irrt. Es geht …