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Heldenmarkt – Messe für nachhaltigen Konsum

Wir betreiben ein bisschen Lokalpatriotismus und freuen uns.
Denn: Deutschlands führende Messe für nachhaltigen Konsum gastiert am 16. und 17. März zum ersten Mal in der bayrischen Landeshauptstadt.

Heldenmarkt

Heldenmarkt – Messe für nachhaltigen Konsum

Aussteller aus den Bereichen Bio-Lebensmittel, fairer Handel, ethische Geldanlagen, Ökostrom, nachhaltige Mode, Re- & Upcycling sowie alternative Mobilität zeigen, wie sich ökologisch-korrektes Einkaufen im Alltag umsetzen lässt.

Als Aussteller wird – so die Betreiber – nur zugelassen, wer den definierten Kriterien entspricht – bspw. Zertifizierungen, Einhaltung der Grundsätze des fairen Handels, ressourcenschonende Produktion oder Verwendung von recycelten Materialien. Im Rahmenprogramm gibt es Vorträge, Workshops sowie grüne Modenschauen und Verlosungen.

Weitere Infos und Veranstaltungsorte unter www.heldenmarkt.de.

Location: Postpalast, Wredestr. 10.
Öffnungszeiten: Samstag von 10.00 bis 20.00, Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr.
Eintritt: 9,00 €/ ermäßigt 6,00 €. Kinder bis 14 Jahre frei.

Herr M21er und ich werden auf jeden Fall vor Ort sein und berichten. Wer da?

Grenzen setzen: Neinsagen im Job

Ich habe „Nein“ gesagt. Das erste Mal in meinem fast zehnjährigen Berufsleben als Lehrer habe ich ein Projekt, das vom Schulleiter an mich herangetragen worden ist, abgelehnt. Bisher habe ich jede zusätzliche Mehrarbeit übernommen und mir damit durchaus Lob und Anerkennung erarbeitet – glaubte ich zumindest.

Zugegeben: Der Arbeitsauftrag wäre interessant gewesen, aber unter den gegebenen Bedingungen kaum zu realisieren. Zum ersten Mal wurde mir bewusst, warum der Chef an mich herangetreten ist. Getrieben von meinem Perfektionismus hätte ich das Unmögliche möglich gemacht und die Aufgabe wieder einmal erfüllt – trotz der insgesamt hohen Belastung und der schlechten Rahmenbedingungen.Aber um welchen Preis? Schon jetzt bin ich oft an meiner Leistungs- und Belastungsgrenze. Wie wäre es erst gewesen, hätte ich diesen Auftrag auch noch auf dem Schreibtisch? Und würde ich dann eher befördert werden? Wäre mein zusätzliches Engagement im Kollegium wirklich anerkannt worden? Ich denke nicht.

Meinem Chef ist ganz schön die Kinnlade heruntergefallen, als ich seinen Vorschlag abgelehnt habe. Aber er hat es akzeptiert. Und mir geht es gut mit dieser – für mich persönlich sehr schweren – Entscheidung. Ich möchte meinen Beruf als Lehrer mit vollstem Einsatz für die Schüler ausfüllen. Aber ich arbeite mich nicht mehr für das System Schule auf, indem ich fleißig Lücken schließe, die durch falsche Bildungs- und Personalpolitik gerissen werden.

Auch dieser gesunde Egoismus in der Arbeitswelt hat für mich etwas mit Minimalismus zu tun: Ich will mit meinen physischen und psychischen Kräften haushalten und mich auf das Wesentliche konzentrieren – bei mir auf das tägliche Unterrichten vor der Klasse.

Literarische Selbstfindung

Heute hatte Herr M21er nach Feierabend eine interessante Lektüre im Gepäck.
Einfach Leben. Die Kunst, sich selbst zu finden, so der aktuelle Titel von SPIEGEL WISSEN.

Erster Eindruck nach erstem Durchblättern:
Vielfältige Artikel zu den Themen Sehnsucht nach Glück, Arbeit und Leben, Mehr Zeit, Anders Leben.

Erste diskussionwürdige These im ersten Artikel:
Kapitalismus ohne Wachstum, geht das?

„Aber man muss es sich leisten können, diese Frage. Es wäre zynisch, von den Habenichtsen zu verlangen, sie sollten weniger haben. Es wäre zynisch, nach Griechenland zu schauen und zu sagen: Da lernt man, der Mensch kommt doch mit ziemlich wenig zurecht“, so Barbara Supp in ihrem Essay Was die Kaffeemaschine erzählt.

Ich les‘ dann mal weiter.