Alle Artikel mit dem Schlagwort: Burnout

DVD-Tipp: From Business to Being

Wir sind eine gestresste Gesellschaft. Burnout und Wohlstandskrankheiten nehmen zu. Nervöse Geschäftigkeit und rastlose Suche kennzeichnen unseren zunehmend digitalisierten Alltag. Ein Paradox? Denn eigentlich geht es uns – statistisch gesehen – so gut wie nie zuvor. Ein Gefühl von Unzufriedenheit bzw. Unzulänglichkeit zieht sich trotzdem durch alle Schichten unserer modernen Gesellschaft. Scheinbar planlos pendeln wir zwischen Selbstoptimierung, Zeitmanagement, hyggeligen Retreats und Aussteigerfantasien hin und her. Die erschöpfte Gesellschaft Woran liegt diese geschäftige, angstvolle Unruhe, die unsere Zeit erfasst hat? Vielleicht daran, dass wir uns an einem historischen Wendepunkt befinden, der ähnlich einschneidend ist wie die Erfindung des Buchdrucks oder die industrielle Revolution: Der rasante Siegeszug des Internets geht mit einer unaufhaltsamen Transformation aller Lebensbereiche einher. Beruf und Privatleben werden zunehmend von einer digitalen Parallelwelt durchdrungen, einem rastlosen, weltumspannenden Netzwerk. Das fordert uns heraus: jeden Tag, jede Stunde, jede Minute, ja sogar jede Sekunde. Unser Gehirn ist für dieses permanente Feuerwerk aus Bits und Bytes allerdings nicht konzipiert. Die ständige Verfügbarkeit macht uns auf Dauer kaputt, vielleicht sogar krank. Trotzdem müssen wir ehrlich und realistisch sein: …

Film-Tipp: From Business to Being

Drei Führungskräfte, drei Lebensgeschichten, eine Gemeinsamkeit: Ein ehemaliger Investmentbanker bei Lehman Brothers, ein Großprojektmanager der Automobilindustrie und ein Gebietsverantwortlicher von dm-drogerie markt suchen ihren persönlichen Ausweg aus dem Hamsterrad des (beruflichen) Getriebenseins. Der deutsche Dokumentarfilm From Business to Being porträtiert die drei Topmanager bei ihrer Suche nach alternativen Lebenswegen – fernab von Burnout und Versagensangst. Und plädiert für mehr Achtsamkeit und Meditation im Alltag. Wann ist der Mensch ein Mensch? In vielen Unternehmen herrscht eine Kultur aus Zuckerbrot und Peitsche. Gelebte Werte wie Furcht und Begeisterung sollen Mitarbeiter zu immer neuen Höchstleistungen antreiben. Die permanente Angst, nicht zu den Topleistungsträgern der Company zu gehören, ist ebenso gegenwärtig wie das euphorisierende Gefühl, Marktbegleitern überlegen zu sein. Eine gefährliche Umgebung, die keine Rücksicht auf persönliche Befindlichkeiten sowie die individuelle Leistungsfähigkeit des Einzelnen nimmt. Kann der Mensch in einer solchen Umgebung noch Mensch sein? Wohl kaum, denn Angst, chronischer Stress und dauerhafte Überlastung führen bei den meisten auf lange Sicht in eine Sackgasse namens Depression, Erschöpfungssyndrom und Co. „Eine nicht achtsame Organisation denkt kurzfristig“ und „reagiert nur reflexhaft …