Nachlese & Seitenblicke
Kommentare 38

Nachlese: Das kann weg! (Rita Pohle)

Eines der ersten Bücher, das ich zum Thema Ausmisten bzw. Entrümpeln mit Begeisterung gelesen habe, stammt von Rita Pohle. Titel: „Weg damit! Die Seele befreien. In sieben Wochen das Leben entrümpeln“. Diese Lektüre ist mindestens fünf Jahre her. Jetzt hat die promovierte Philosophin einen neuen Ratgeber auf den Markt gebracht. Das kann weg! (Kösel, 9,99 Euro) bietet eine komprimierte Zusammenfassung für alle, die sich von unnötigem Ballast befreien sowie kurz und bündig über die Schwerpunkte Loslassen, aufräumen und Freiräume schaffen informieren möchten.

Ordnung liegt im Auge des Betrachters
Auf rund 40 Seiten führt die ausgebildete Systemische Therapeutin ihre Leser im Schnelldurchlauf an sämtlichen Brandherden menschlicher Sammelei vorbei. Ihr Plädoyer: „Weg mit allem, was Sie belastet!“ Denn nach Pohle schafft Entrümpeln Platz für Neues, Freiraum für Veränderung sowie die Möglichkeit, sich über bestimmte Situationen Klarheit zu verschaffen. Um diese Prozesse zu unterstützen, arbeitet sie inhaltlich bzw. konzeptionell verstärkt mit Fragen. Sammler und Horter sollen sich bewusst werden, wie sich ihr persönlicher Umgang mit den Dingen gestaltet, wie sie Ballast definieren, welche Gegenstände ihnen wirklich etwas bedeuten und wer oder was die eigene Person am Loslassen hindert. Typische Verhaltensweisen werden in knapper Sprache entlarvt, darunter die Angst vor Veränderungen und der Variablen „Unbekannt“.
Die Autorin verwendet in diesem Zusammenhang den interessanten Begriff „Schwellenhüter“, der unsere inneren Einwände und Blockaden auf dem Weg zu einem neuen Lebensentwurf beschreibt – etwa wenn es darum geht, Besitz wegzugeben oder gar wegzuwerfen. Hilfsmittel wie die altbekannte „3-Kisten-Methode“, ein „Familien-Entrümpeltag“ oder sogenannte „Tabuflächen“ (Min Tang) versprechen hier Abhilfe. Dabei beschränkt sich das Buch jedoch keinesfalls nur auf den physischen Bestand in den eigenen vier Wänden, sondern beinhaltet auch Kapitel zu digitalem Müll, übervollen Terminkalendern und Adressbüchern.

Ordnung als ständiger Prozess
Zur visuellen Unterstützung hat sich Pohle Illustrator und Trickfilmer Kai Pannen an die Seite geholt, der dem Thema mit seinen Zeichnungen die inhaltliche Schärfe nimmt. Das kann weg! bietet einen ersten, lockeren Einstieg in die Materie ohne erhobenen moralischen Zeigefinger und eignet sich daher gut als unverfängliches Geschenk. Die optische Umsetzung hebt sich deutlich von der zumeist cleanen Aufmachung anderer Publikationen ab und verleiht dem Pappband etwas Spielerisches.

Fazit: Kurzweiliger erster Einstieg für Schnellleser und interessierte Laien rund um die Themenkomplexe Ordnung, Konsumverzicht, Downshifting, Kleinkram-Kampf, Clean Desk, Digital Detox, Capsule Wardrobe und Co.

Getreu dem Motto verlost Minimalismus21 drei Exemplare von Das kann weg!
Hinterlasse einfach einen Kommentar mit Deiner E-Mail-Adresse und schreibe uns, warum ausgerechnet Du den Ratgeber brauchst. Der/die GewinnerIn wird schriftlich benachrichtigt.

Teilnahmeschluss ist der 15. Mai 2016. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!
Für das Rezensionsexemplar und die Unterstützung durch den Kösel Verlag bedanken wir uns ganz herzlich.

38 Kommentare

Schreibe einen Kommentar zu Julia Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.