Alle Artikel mit dem Schlagwort: Crowdfunding

SWOP-App: Entrümpeln gegen Spenden

Verschenken, verkaufen, versteigern, verweigern, vertrödeln: Die Wege zu einem entrümpelten und minimalistischen Leben sind nicht nur vielfältig, sondern auch indivduell. Einen digitalen Ansatz in Zeiten von Social Media und Co. verfolgen drei junge Männer aus München, die wir zum ersten Mal auf dem Heldenmarkt 2015 getroffen haben. Matthias, Thomas und Christoph sind die Gründer von SWOP – einer kostenlosen Flohmarkt-App, mit der sich überflüssiger Besitz an den Mann (und die Frau) bringen lässt. Das Besondere: Der neue Eigentümer bezahlt den Gegenstand nicht beim Vorbesitzer, sondern spendet direkt über die Anwendung einen Betrag seiner Wahl an eine soziale Organisation. Um ihr „Gegenstände-in-Geldspenden-Prinzip“ technisch noch weiter optimieren zu können, haben die Unternehmer eine Crowdfunding-Aktion ins Leben gerufen. Das Ziel: 15.000 Euro bis zum 12. Juli. Minimalismus21 wollte mehr über den ausgezeichneten Online-Charity-Flohmarkt wissen und hat mit CCO und Co-Founder Christoph Kastenbauer gesprochen. Ein Interview über kluge Ideen, sentimentales Entrümpeln, sinnerfülltes Arbeiten sowie die Höhen und Tiefen des Unternehmertums. Wer sind die Köpfe hinter der SWOP-App? Wir sind drei Gründer, Matthias, Thomas und ich. Wir sind schon seit …

Geschichten aus der großen Stadt 3: Giesinger Bräu

„Mia san Bier“ – das klingt nach weiß-blauem Lokalpatriotismus, nach „Laptop und Lederhose“, auf ewig christlich-sozial und wem`s ned passt, der ko si schleicha… Bevor selbst der geneigte Leser jenseits des Weißwurst-Äquators das Weite sucht – nein, dahinter verbirgt sich keine Bayerntümelei, sondern eine Münchner Stadtteilbrauerei, die seit 2003 den globalen Biergiganten trotzig und erfolgreich die Stirn bietet. Entstanden aus einer Bierlaune, brauen die Mitarbeiter um Geschäftsführer Steffen Marx für den lokalen Gebrauch in umgebauten Garagen in Untergiesing. Nachdem sich die großen Münchner Brauhäuser teilweise im Wettlauf um globale Präsenz übernommen und ihre Eigenständigkeit weitgehend verloren haben, stellt das Giesinger Bräu damit die zweite Privatbrauerei Münchens nach Augustiner. Ein Paradebeispiel für regionales Wirtschaften! Verkauft wird am Hof und in kleinen privaten Getränkemärkten. Außerdem werden ausgewählte Münchner Kneipen beliefert. Diese kurzen Transportwege innerhalb der Stadt sind alleine schon deshalb notwendig, weil die „Untergiesinger Erhellung“ – ein unfiltriertes und nicht pasteurisiertes naturtrübes Kellerbier – nur drei Monate haltbar ist. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern, obwohl die Brauerei im Herbst 2014 in ein neues Gebäude …