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Life in plastic it’s not fantastic

Der Siegeszug des Kunststoffes dauert erst rund 100 Jahre an. Doch in dieser kurzen Zeit eroberte das organische Polymer die moderne Welt. Dank seiner vielseitigen Eigenschaften ist Plastik aus unserem Alltagsleben nicht mehr wegzudenken. Klingt nach einer Erfolgsstory… für die Kunststoffindustrie sicherlich zutreffend, aber auch für den Verbraucher?

„Jute statt Plastik“ – diese Forderung der frühen Umweltbewegung war ebenso wirkungslos wie der „grüne Punkt“ oder das Zwangspfand auf Einweg-Getränkeflaschen: Kunststoffverpackungen sind allgegenwärtig.

Laut Umweltbundesamt produzierte allein Deutschland 2011 „etwa 11,86 Mio. t Kunststoffe (ohne Klebstoffe, Lacke, Harze, Fasern)“. Davon wurde der größte Teil – insgesamt „34,7% der in Deutschland verarbeiteten Kunststoffe“ – für die Herstellung von Verpackungen verwendet. Ein riesiger Plastikmüllberg!

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Spätestens seit dem Film Plastic Planet von Werner Boote kann man die Augen vor den Auswirkungen auf Mensch und Natur nicht mehr verschließen: verschmutze Meere, an Plastik verendende Seevögel, Microplastik in Fischmägen, Weichmacher in Nahrungsmitteln. Die zahlreichen (Gift)Stoffe aus den ebenso zahlreichen Kunststoffen sind längst in der Nahrungskette ganz oben angelangt – nämlich bei uns Menschen. Wer die vielen kritischen Berichte in den Medien verfolgt, beginnt automatisch das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen. Doch hetzt man abends schnell noch in den Supermarkt zum Einkaufen, steht man hilflos einer farbigen Welt aus Plastik gegenüber. Selbst Getränke findet man kaum mehr in Glasflaschen. Wie soll man sich also diesem Irrsinn entziehen?

In München muss man seinen Verpackungsmüll zu Recyclinginseln in den Stadtteilen bringen. So wird einem regelmäßig bewusst, welche Unmengen meist völlig unnötiger Verpackungen wöchentlich anfallen. Doch wie lässt sich dies vermeiden beziehungsweise reduzieren?

Wie unsere Blogkollegen Apfelmädchen & sadfsh wollen auch wir unserem Kunststoffmüll den Kampf ansagen und schrittweise Anregungen von anderen Plastikverweigerern, Kunststoffgegnern und Müllbefreiern umsetzen. In (un)regelmäßigen Abständen werden wir daher über unseren Weg in ein plastikfreieres Leben berichten.

Geht es euch auch so? Erzählt uns eure Erfahrungen mit dem alltäglichen Plastikwahnsinn! Und welche Tipps könnt ihr uns zur Müllvermeidung geben?

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  1. Pingback: Tag 8 – Auf wieviel Plastik kann man verzichten? | Apfelmädchen & sadfsh

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