Hobby & Freizeit
Kommentare 6

Gelebter Minimalismus: Blogpause

Herr M21er und ich machen eine Pause. Vom Blog. Vom Internet. (Und ein bisschen vom Job.) „Digitale Auszeit“ nennt man das, eine Begrifflichkeit, die erst mit dem Zeitalter des World Wide Web und seinen Nebenwirkungen in unseren Sprachschatz eingezogen ist.

Seit das Smartphone immer dabei ist, sind wir nie ganz da, wo wir gerade sind, schreibt Jürgen von Rutenberg in seinem äußerst lesenswerten Artikel auf ZEIT Online. Wie oft beobachte ich dieses Verhalten – nein, diesen Zustand – im Alltag bei meinen Mitmenschen. Und stellenweise auch bei mir selbst. Ich/ wir aber möchte(n) uns eine Weile wieder stärker auf das Hier und Jetzt konzentrieren. Zumindest in unseren freien Sommerwochen. Wollen den Tag unbeschwert auf uns zukommen lassen und das Leben analog leben. Nie habe ich seit dem Start von Minimalismus21 vor über zweieinhalb Jahren das Gefühl gehabt, mir würden die Themen ausgehen. Dass sich diese natürlich verändert haben, steht auf einem vollkommen anderen Blatt. Was sich jedoch eingeschlichen hat, ist der Eindruck von schwindender Leichtigkeit. Einen Blog konsequent am Laufen zu halten, bedeutet vor allem eines: kontinuierliche Arbeit, gepaart mit einem wachen Blick. Dann liegen nämlich nicht nur die Geschichten aus der großen Stadt quasi auf der Straße.

Sendepause
An Ideen für neue Posts mangelt es also nicht. Aber an einem gewissen Gefühl der Unbeschwertheit. Frei von Klickzahlen, Likes, Kommentaren und Co. Auch wenn von diesen – Achtung, BWL-Sprech – „KPIs“ glücklicherweise am Ende des Monats nicht unser Kontostand abhängt: Selbst die größte Leidenschaft kann (geistig) unfrei machen. Deswegen lassen wir uns jetzt ein wenig den Kopf durchblasen, atmen auf und durch, schalten ab und faulenzen, machen eine Fastenzeit für Körper und Geist. Und tun die nächste Zeit nur noch eines: Minimalismus wirklich leben.

6 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.