Alle Artikel mit dem Schlagwort: Zeitwohlstand

#MoreMoments 12: Dominiks Ode auf den Minimalismus

I’m rolling – ancient vistas scrolling nostalgia in the moment My home is – aluminum on wheels the fastest way to shake anxiety Going further – wind blowing pulse slowing till it hits me I took some factors from the equation studied the problem anew – turns out simpler equations have simpler solutions so I’m spending some time – simplifying simple is what I’m gonna do Eine Ode auf den Minimalismus. Die hat Dominik Baer mit seinem Song The Equation nach eigenen Angaben geschrieben. Über die Entstehungsgeschichte des Songs sagt der Heidelberger Indie-Pop-Künstler: „Alle kennen wir sie: Diese Momente, die Freiheit und Leichtigkeit mit sich tragen. Du bist alleine… vor Dir erstreckt sich eine offene Straße… Bäume und Felder rauschen an Dir vorbei. Aluminium auf Rädern – so schüttele ich mir die Sorgen vom Leib. Hier gibt es nichts, was Dich schwer macht, ein Gefühl des Abenteuers und der Genügsamkeit. Und dann verändert sich auch noch die Zeit und wird kurz langsamer. Vereinfachen. Es ist heilsam, das Überflüssige im Leben auszumisten. Zurück zu den wichtigsten …

Out of Office. Ichzeit 2018

Meine letzten großen Sommerferien liegen weit zurück. Genauer gesagt im letzten Jahrhundert und im letzten Jahrtausend zugleich. Mitte der 1990er Jahre. Vor dem letzten Schuljahr, das mich nach 13 Jahren Klassenraum in die Welt von Studium und diversen Nebenjobs entlassen sollte. Sechs Wochen, die alles versprachen, aber nichts von mir verlangten. Sechs Wochen, in denen Zeit noch nicht zu einer Währung verkommen war, einer Währung, die man ausgeben und investieren musste – für Hausarbeiten und gute Noten, in Praktika und erste Schritte auf dem Arbeitsmarkt. 42 Tage, die mir wie ein kostbarer Schatz vorkamen und stets ein Gefühl von „Alles ist möglich“ im Gepäck hatten, von Unendlichkeit, Unbeschwertheit und tiefster „Seelenbaumelei“. Weniger Zeug, mehr Zeit Irgendwann sind mir diese Gefühle mehr und mehr verlorengegangen. Denn die Währung hatte sich ausgezahlt. Ein abgeschlossenes Studium, eine fertige Doktorarbeit, solide Festanstellungen. Dazwischen mühsam erwirtschaftete Auszeiten von zwei bis maximal drei Wochen am Stück, um Körper und Geist wieder zusammenzuführen und ein Gefühl für das Hier und Jetzt fernab von externen Ansprüchen an mich und meine Person zu bekommen. …

Sabbatical. Warum ich mir 2019 eine Auszeit leiste

Als 1974er-Jahrgang bin ich bereits über der Halbzeit des Lebens – statistisch gesehen. Keine Sorge – es folgt kein Midlife-Crisis-Gejammer… Fakt ist aber: Seit ich die 40 überschritten habe, beschäftigt mich das Thema Zeit immer mehr. Was will ich mit meiner Zeit anfangen? Wie viel freie Zeit habe ich wirklich für mich zur Verfügung? Wem oder was widme ich diese Zeit? Und ich spüre intensiver denn je: Zeit ist der wahre Luxus im Leben. Und doch wird dieses Bewusstsein meist vom Alltag verdrängt, einem Alltag, der von beruflichen Pflichten dominiert wird. Das Bild vom Hamsterrad mag ich nicht sonderlich, denn ich arbeite gern. Trotzdem bleibt unterm Strich wenig Zeit für die vielen Dinge, die mich neben meiner beruflichen Tätigkeit interessieren. Oder anders gesagt: Oftmals bin ich von der täglichen Lehrtätigkeit, den Korrekturen und der Vorbereitung zu erschöpft, meine verbliebene Freizeit so zu nutzen, wie ich das eigentlich möchte. Vielleicht auch ein Anzeichen meines zunehmenden Alters. Doch was tun? Sabbatical: Aussteigen auf Zeit Ich habe mich für ein Sabbatjahr entschieden. Innerhalb weniger Wochen wurde mein Antrag …