Heim & Mein, Essen & Trinken
Kommentare 4

Less Waste: Grüne Lesertipps für Einsteiger

Minimalisten sind Gewohnheitstiere. Nachdem sie sich für ein reduziertes, entrümpeltes, vereinfachtes und nachhaltigeres Lebensmodell entschieden haben, tragen sie standardmäßig Jutebeutel und Mehrwegbehälter bei sich. Reflexhaft verweigern sie Plastiktüten, lehnen Give-aways ab und recyceln voller Selbstverständlichkeit wertvolle Rohstoffe. Klingt nach Klischee?

Gewohnheiten und Komfortzone den Rücken kehren
Tatsächlich geht es mir um die Botschaft dahinter: Wir alle sind Kinder unserer Zeit, unserer Erfahrungen, Erziehung, Sozialisation, unseres kulturellen und wirtschaftlichen Umfelds und sicherlich noch viel mehr. Aus dieser Gemengelage entstehen persönliche Gewohnheiten, haben sich bestimmte Reaktionsmuster als treue und zuverlässige Begleiter herausgebildet, von denen wir oftmals nicht lassen können oder wollen. Ist ja auch kuschelig in der Komfortzone, egal, ob es um Verhaltens-, Denkweisen oder schlichtweg um Gefühle geht. Wer den Begriff „Gewohnheiten“ bei Google eingibt, erhält als Ergänzung sofort den Zusatz „ändern wie lange“ vorgeschlagen. Das kommt nicht von ungefähr.
Allein kalendarisch betrachtet gibt es unzählige willkommene Anlässe, unsere täglichen Doings einem Reset zu unterziehen bzw. zu „optimieren“. Frei nach dem Motto: Der nächste Jahreswechsel steht schon vor der Tür. Der nächste runde Geburtstag ebenfalls. Wer institutionalisiert gleich nach den Sternen und damit nach dem großen Ganzen greift, verliert meistens schnell Mut und Motivation. Denn alte (An-)Gewohnheiten lassen sich nicht über Nacht durch neue ersetzen. Die 180-Grad-Drehung gelingt wohl den wenigsten Menschen im Normalfall auf Anhieb.

Einfach mal (anders) machen
Getreu unseres Mottos „Mit Weniger zum Mehr“, möchten wir Euch deswegen simple Einsteigertipps für weniger Abfall und mehr Rohstofferhaltung an die Hand geben. Ohne Risiken und Nebenwirkungen, aber mit Auswirkungen. Sie stammen allesamt aus den Reihen unserer Blog-Leserinnen und -Leser: Im Rahmen unseres Gewinnspiels für zwei Menstruationskappen von Lunette wollten wir unlängst wissen, wie Ihr Euer Leben im Alltag ressourcenschonender bzw. müllärmer gestaltet. Die Antworten gibt’s jetzt in einer kompakten Zusammenfassung. Weil viele kleine Schritte in Summe zu einem größeren Ganzen und im Idealfall schrittweise zu „besseren“ Gewohnheiten führen.

Einen Anspruch auf Vollständigkeit und den perfekten Nachhaltigkeitsplan erheben wir nicht. Wer mag, darf die Aufzählung natürlich gerne ergänzend kommentieren. Los geht’s!

Lektüretipp zum Thema: Bea Johnson: Zero Waste Home. Glücklich leben ohne Müll! Reduziere deinen Müll und vereinfache dein Leben. Verlag Ludwig 2016 (19,90 Euro)

4 Kommentare

  1. Khendra sagt

    Den Jutebeutel kann man auch aufrollen und immer in der Handtasche mit sich rumtragen. Und fürs Gemüse kann man auch so kleine gehäkelte Beutelchen dabei haben, oder welche aus upgecycelten alten durchsichtigen Vorhangstoffen zum Beispiel. Wiegen fast nichts.

    • M21
      M21 sagt

      Liebe Khendra,

      ja, es ist wirklich kinderleicht – im wörtlichen und übertragenen Sinne :-D.

      Herzliche Grüße
      M21

  2. Hallo zusammen.
    Für manches Obst: selbst pflücken gehn. Das ist entweder günstiger als aus dem Laden oder gar ganz umsonst.
    Klassiker sind Erdbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren oder Nüsse.
    Je nach Region gibt es auch Möglichkeiten für Kultur-Blaubeeren oder Kirschen.
    Viele Sammel-Orte sind zum Beispiel auf http://mundraub.org aufgeführt, aber auch Kleingärtner:innne haben von manchen Früchten mehr, als sie selbst verzehren – fragen kost nix.

    • M21
      M21 sagt

      Liebe Mela,

      das ist ein wunderbarer (Link-)Tipp – den wir selbst auch gar nicht auf dem Radar hatten. Klasse!

      Vor unserem alten Wohnhaus stand viele Jahre ein wunderbarer Kirschbaum, der tolle Früchte getragen hat. Die purzelten leider immer nur achtlos auf dem Gehweg herum, sofern sich die Vögel nicht an ihm gelabt haben.

      Irgendwann wurde er „gekappt“: Was für ein Verlust.

      Liebe Grüße und vielen Dank
      M21

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.